Gesundheit & Medizin

Osteopathie vs. Physiotherapie: Was sind die Unterschiede und wann ist welche Methode sinnvoll?

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Wer unter Schmerzen leidet oder seine Beweglichkeit verbessern möchte, steht oft vor der Frage: Sollte ich einen Osteopathen oder einen Physiotherapeuten aufsuchen? Beide Therapieformen haben das Ziel, Beschwerden zu lindern, unterscheiden sich jedoch in ihrer Herangehensweise. In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Unterschiede und wann welche Methode sinnvoll ist.

Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Therapie, die den Körper als Einheit betrachtet. Osteopathen diagnostizieren und behandeln Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, der Organe und des Nervensystems ausschließlich mit den Händen. Dabei gehen sie davon aus, dass der Körper eine hohe Selbstheilungskraft besitzt und Blockaden oder Spannungen den Heilungsprozess behindern können.

Wann ist Osteopathie sinnvoll?

Osteopathie kann bei einer Vielzahl von Beschwerden helfen, darunter:

    • Rückenschmerzen und Verspannungen
  • Bandscheibenvorfällen und Rückenschmerzen
  • Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Rheuma
  • Sportverletzungen
    • Kopfschmerzen und Migräne
  • Kieferbeschwerden CMD
    • Verdauungsprobleme
    • Schlafstörungen
    • Beschwerden während/ nach der Schwangerschaft, bei Kinderwunsch
    • Sportverletzungen und Fehlhaltungen
  • Unruhe, Asymmetrie und  bei Babys
  • Stillbeschwerden

Ein Osteopath sucht nach den Ursachen der Beschwerden und behandelt nicht ausschließlich die Symptome. Oft liegen die Ursachen von Beschwerden in anderen Körperregionen als der Schmerzquelle selbst. Das macht die Methode besonders für Menschen interessant, die unter chronischen oder diffusen Beschwerden leiden. Mehr über professionelle Osteopathie-Behandlungen erfährst du bei Victoria Männel ein Osteopath aus München.

Was ist Physiotherapie?

Die Physiotherapie (früher Krankengymnastik) konzentriert sich darauf, Bewegungsabläufe zu verbessern, Muskeln zu kräftigen und Schmerzen zu reduzieren. Sie nutzt manuelle Techniken, physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte oder Strom) sowie gezielte Übungen, um die Mobilität, Kraft und Funktion des Körpers wiederherzustellen. Oft liegt der Focus der Behandlung auf den akuten Symptomen von Muskeln und Gelenken. Schädel und Organe werden in der Regel nicht behandelt.

Wann ist Physiotherapie sinnvoll?

Physiotherapie wird häufig nach Verletzungen oder Operationen eingesetzt, um die Rehabilitation zu unterstützen, sowie bei Beschwerden in Muskeln oder Gelenken. Sie ist sinnvoll bei:

  • Bandscheibenvorfällen und Rückenschmerzen
  • Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Rheuma
  • Sportverletzungen und Muskelverspannungen
  • Schlaganfällen oder neurologischen Erkrankungen
  • Postoperativer Rehabilitation

Physiotherapie verfolgt oft einen strukturierten Therapieplan mit regelmäßigen Übungen, um langfristige Erfolge zu erzielen.

Osteopathie oder Physiotherapie – welche Methode ist die richtige?

Die Wahl zwischen Osteopathie und Physiotherapie hängt von der Art der Beschwerden ab:

  • Bei akuten Verletzungen oder nach Operationen ist Physiotherapie meist die erste Wahl, um die Wundheilung zu fördern, zur Lymphdrainage und um gezielt Muskeln und Beweglichkeit wiederherzustellen.
  • Bei chronischen Schmerzen oder unklaren Beschwerden, oder bei komplexen Beschwerden, die sich nicht nur auf Gelenke und Muskeln beschränken kann Osteopathie helfen, tiefere Ursachen zu identifizieren und den Körper ganzheitlich zu behandeln.
  • Kombination beider Methoden: In vielen Fällen kann eine Kombination aus Osteopathie und Physiotherapie sinnvoll sein, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Fazit

Sowohl Osteopathie als auch Physiotherapie haben ihre Stärken und können bei verschiedenen Beschwerden effektiv helfen. Während Physiotherapie sich stark auf die funktionelle Wiederherstellung von Muskeln und Gelenken konzentriert, betrachtet die Osteopathie den Körper als Ganzes. Osteopathie bezieht die ganzheitliche Behandlung vom Bewegungsapparat, Nervensystem und Organe mit ein und versucht die  Ursachen der Beschwerden zu lösen. Wer sich unsicher ist, welche Methode die richtige ist, kann sich von einem Experten beraten lassen.

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